Summgarten

Schwarmpost. Hin und wieder entwischt uns ein Schwarm und zieht davon. Die Gedanken hier tun es ihm gleich.

Bock auf Bienen.

Schwarmpost #01

Doch eigentlich sollte es heißen Bienen auf Bock, denn nur so funktioniert, was ich mit den Einraumbeuten vorhabe.

5 Meter
über dem Boden
beginnt die Freiheit der Bienen.

faszinierende FAkten über Bienen


In der freien Natur würde sich ein wildes Bienenvolk niemals auf Bodennähe ihre Waben bauen, sie bevorzugen vielmehr Baumhöhlen in ca. 5 Metern Höhe. Doch weil wir Imker nicht dauern auf Leitern raufklettern und runterfallen wollen, haben wir die Bienen auf den Boden der imkerlichen Tatsachen geholt. Nicht ganz zum Vorteil der geflügelten Damen.
Denn am Boden ist es feucht und es fällt ihnen deutlich schwerer das ideale Mikroklima eines Bienenstocks aufrecht zu erhalten. Der Kompromiss sieht daher so aus, dass wir die Bienenbeuten auf sogenannte Böcke stellen. Hoch genug um Regen, Tau und Bodenfrost zu entgehen, aber gerade nur so hoch, dass wir Imker nicht auf Zehenspitzen nach unseren Bienen schauen müssen.

Bienen haben
eine integrierte
Wasserwaage.

faszinierende FAkten über Bienen

Der Bienenbock muss aber vor allem eines können. Bodenneigung ausgleichen. Nachdem unsere Bienenstöcke nicht auf perfekt ausnivellierten Dächern stehen, sondern sich schon mal an die eine oder andere Geländekuppe anschmiegen, dient der Bienenbock dafür, die Beuten perfekt im Lot auszurichten. Denn Bienen haben eine integrierte Wasserwaage, und die bauen tatsächlich perfekt nach der Schwerkraft!
Steht die Beute schief, schräg oder sonst wie krumm, kann es sein dass der Wabenbau zb. das Nachbar-Rähmchen berührt. Ja, spätestens beim Rähmchenziehen wäre das Chaos perfekt, Unruhe im Stock und in späterer Folge würden Beschwerden direkt beim Imker deponiert werden. Autsch!

Ein süßer Kuss
öffnet viele Wege.

faszinierende FAkten über Bienen

Einen Bienenbock für jedes Volk?

Zuerst einmal klein, es soll genau 1 Einraumbeute drauf Platz haben.
Moment mal werdet Ihr Euch nun denken, ich kenn Bienenstände da stehen 10 Völker dicht an dicht!
Ja, das mag schon sein, aber nach neuesten Erkenntnissen stehen Bienenvölker idealerweise 40 Meter von einander entfernt um so den Verflug der Bienen so gering wie möglich zu halten. Denn die Wächterbienen sind Opportunisten. Wer nicht nach Familie richt, darf auch nicht in den Stock, außer die Biene bringt etwas mit. Eine süße Bestechung in Form eines vollen Honigmagens – und leider oftmals im Schlepptau noch Krankheiten, Parasiten und Viren. Manche meinen sogar dass die Wächterbiene einen süßen Kuss bekommt, und so noch leichter umgestimmt wird. Anfütterung in Reinnatur.

Aus Mangel an genügend Scheibtruhen werden wir’s so nicht machen.

Der low-budget Bienenbock

Im Netz findet man viele Beispiele für Bienenböcke. So sehr ich Holz schätze, aber in Verbindung mit Staunässe und Erde ist es nicht wirklich der verlässlichste und langlebigste Partner. Also braucht es für die Stützen etwas solideres. Metall. Und noch dazu eines welches sich in der Höhe verstellen lässt. Gerüstfüsse!
Doch die alleine halten noch keine Beute hoch und in der Waage. Aber in Verbindung mit Kanthölzern oder alten Holzpaletten sollte das super klappen.

  • (alte) Gerüstfüsse mit Schraubschellen, idealerweise 50 cm lang
  • Kanthölzer oder alte Holzpaletten
  • Forstnerbohrer mit 40 mm Durchmesser
  • ein paar Schrauben

Materialaufruf!

Damit wir die Bienenböcke realisieren und die Bienenstöcke sicher, und mit jeweils gebührendem Abstand zueinander, in der Natur aufstellen können, suchen wir noch Gerüstfüsse. Gerne neue, aber wir sind ebenso mit alten, gebrauchten (wenn die Spindel denn noch funktioniert) glücklich.
Wieviele? Naja, es können nicht genug sein, denn pro Volk brauchen wir 4 Stück davon!

Danke an Jochen von der Imker Pippir für die Inspiration!